{"id":18154,"date":"2025-03-10T13:50:03","date_gmt":"2025-03-10T12:50:03","guid":{"rendered":"https:\/\/tpgholding.com\/?page_id=18154"},"modified":"2025-03-10T13:53:02","modified_gmt":"2025-03-10T12:53:02","slug":"pressemitteilung-vom-6-marz-2025","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/pressemitteilung-vom-6-marz-2025\/","title":{"rendered":"Pressemitteilung vom 6 M\u00e4rz 2025"},"content":{"rendered":"<figure><a href=\"https:\/\/tpgholding.com\/wp-content\/themes\/FoundationXOZ\/assets\/logo.png\" rel=\"attachment wp-att-15549\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/tpgholding.com\/wp-content\/themes\/FoundationXOZ\/assets\/logo.png\" alt=\"SGT_Logo\" width=\"400px\" \/><\/a><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Interview mit Christoph Gerlinger, The Payments Group Holding, seitens Gereon Kruse, boersengefluester.de, vom 6.03.25<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[<a href=\"https:\/\/publisher.boersengefluester.de\/de\/the-payments-group-holding-wir-vollziehen-eine-strategische-kehrtwende\">Link zum originalen Artikel<\/a>]<\/p>\n<p><strong>The Payments Group Holding: \u201eWir vollziehen eine strategische Kehrtwende\u201c<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs liegt im Interesse der Aktion\u00e4re, Fehlentwicklungen z\u00fcgig entgegenzutreten und sich opportunistisch und beweglich zu verhalten\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christoph Gerlinger im ausf\u00fchrlichen Interview. Er ist zuversichtlich, dass der Neustart gelingt und die Lasten der Vergangenheit abgelegt werden.<\/p>\n<p>Eine Aktie mit mittlerweile drei B\u00f6rsengeschichten. So etwas hat auch in der heimischen Nebenwerteszene Seltenheitswert. Tats\u00e4chlich w\u00e4re es Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Gro\u00dfaktion\u00e4r Christoph Gerlinger auch sehr viel lieber gewesen, wenn die Investmentstory der jetzigen The Payments Group Holding sehr viel geradliniger verlaufen w\u00e4re. Doch Wirtschaft verl\u00e4uft nun mal nicht linear. \u201eEs liegt im Interesse der Aktion\u00e4re, Fehlentwicklungen z\u00fcgig entgegenzutreten und sich opportunistisch und beweglich zu verhalten\u201c, betont Gerlinger im ausf\u00fchrlichen Interview mit boersengefluester.de. Auch f\u00fcr Anleger, die den Titel nicht im Depot haben: Investieren Sie zumindest gut 10 Minuten Lesezeit. Es ist n\u00e4mlich alles dabei, was den Kapitalmarkt so spannend macht. Schlie\u00dflich nimmt Christoph Gerlinger bei der Betrachtung der aktuellen Gemengelage kein Blatt vor den Mund.<\/p>\n<p><strong>Herr Gerlinger, Mitte Februar haben Sie eine rekordverd\u00e4chtig lange Pressemitteilung zu Rechtsstreitigkeiten mit der ehemaligen Gro\u00dfaktion\u00e4rin SGT Capital LLC, deren Partnern und verbundenen Unternehmen ver\u00f6ffentlicht. Zun\u00e4chst: Warum haben Sie das Private Equity-Gesch\u00e4ft Anfang 2024 \u00fcberhaupt eingestellt?<\/strong><\/p>\n<p>Christoph Gerlinger: Unsere PE Asset-Management-Tochtergesellschaft in Singapur rutschte 2023 nach einem gescheiterten Private-Equity-Deal tief in die Verlustzone und \u201everbrannte\u201c Geld. Dazu kam, dass ihre weiteren Ertragsperspektiven ebenfalls schlecht waren. Denn Private Equity-H\u00e4user werden nach einem gescheiterten Deal-Closing von den Anbietern von PE-Opportunit\u00e4ten oft gemieden. Seit dem Utimaco-Deal 2021 ist uns auch keine weitere gr\u00f6\u00dfere PE-Transaktion der SGT Capital bekannt. Daf\u00fcr m\u00fcsste man nat\u00fcrlich auch \u00fcber entsprechende Kapitalzusagen verf\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>Wie konnte das PE-Gesch\u00e4ft Verluste machen, wenn Sie doch nach damaligen Angaben mehr als 800 Mio. Euro Kapital verwaltet haben? Selbst 1 Prozent j\u00e4hrliche Management-Fee sollten da doch ausreichen, um das damals etwa zehnk\u00f6pfige Team zu bezahlen und einen Gewinn zu machen.<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWeil sich die von uns seinerzeit genannten 800 Mio. Euro zu mehr als der H\u00e4lfte auf ein Joint Venture mit einem asiatischen Finanzdienstleister bezogen, das keinerlei Fees generiert hat, weil dieser gar kein Kapital \u00fcber SGT Capital investiert hat. Ob es sich bei diesem Joint Venture \u00fcberhaupt um eine verbindliche Kapitalzusage handelte, wie es uns die SGT bei der Fusion 2020 weisgemacht hat, kann hier dahingestellt bleiben. Die nachhaltigen Umsatzerl\u00f6se aus dem PE-Gesch\u00e4ft beliefen sich jedenfalls nur auf gut 3 Mio. Euro pro Jahr. Die laufenden Kosten \u2013 inklusive der von ihr zu zahlenden, im Juni 2023 eigenm\u00e4chtig deutlich erh\u00f6hten SGT-Partnerverg\u00fctungen \u2013 lagen deutlich dar\u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Wer war denn dieser omin\u00f6se asiatische Finanzdienstleister?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nSGT hat das meines Wissens nie offengelegt. Die Presse hat 2021 spekuliert, dass es sich um XJ aus China handeln w\u00fcrde. Ich kann das nicht kommentieren, solange nicht gekl\u00e4rt ist, ob f\u00fcr mich weitreichende Stillschweige\u00adpflichten gelten. SGT behauptet dies samt Unterlassungsaufforderungen und droht mit Schadenersatzanspr\u00fcchen \u2013 selbst wenn es wie hier um dokumentierte Informationen der von mir geleiteten The Payments Group Holding geht.<\/p>\n<p><strong>Sa\u00df nicht die SGT-Vorl\u00e4uferfirma XIO auch in China und hatte sie damals nicht schlechte Presse?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nDoch. Die uns erst 2020 bekanntgewordenen Artikel des Wall Street Journal aus 2017 und 2018 mit Vorw\u00fcrfen gegen Joseph Pacini und Carsten Geyer waren wohl auch ein wesentlicher Grund f\u00fcr das zerm\u00fcrbende, weitgehende Ausbleiben der geplanten Fundraising-Erfolge von SGT in den Jahren unserer Zusammenarbeit. Die ehemaligen Kollegen verwiesen stets darauf, dass an diesen Vorw\u00fcrfen \u00fcberhaupt nichts dran sei. Das hatten wir auch als glaubw\u00fcrdig eingestuft.<\/p>\n<p><strong>Ist die Trennung der The Payments Group Holding von der SGT denn nun abgeschlossen?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nLeider nein, wir haben nach unserer eindeutigen Rechtsauffassung noch 5,3 Mio. Euro von den SGT-Schuldnern zu bekommen. Davon ist gut die H\u00e4lfte \u00fcberf\u00e4llig. Die SGT-Schuldner versuchen sich aber mit fragw\u00fcrdigen Methoden vor ihren Zahlungspflichten zu dr\u00fccken. Das sind die SGT Capital LLC, die SGT Beteiligungsberatung GmbH, der SGT Capital Fund II und andere. Ein Teilbetrag von 3,7 Mio. Euro ist werthaltig besichert und mit 9 Prozent p.a. verzinst, ein Teilbetrag von 0,2 Mio. Euro ist schon als Urkundenklage am Landgericht Frankfurt mit Entscheidungstermin im Mai anh\u00e4ngig, und die restlichen 1,4 Mio. Euro werden \u00fcberwiegend vom SGT Capital Fund II geschuldet, der wohl als guter Schuldner angesehen werden kann und bei dem CSC Intertrust als Fondsadministrator, Intertrust Fundmanagement (Luxembourg) Sarl als sogenannter AIFM und Mazars als Wirtschaftspr\u00fcfer mandatiert sind. Wir sind also sehr zuversichtlich, dass wir unser Geld bekommen werden.<\/p>\n<p><strong>Warum zahlen die SGT-Schuldner denn noch nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Das m\u00fcssen Sie die Gegenseite fragen. Ich bef\u00fcrchte leider, dass es sich um eine Art Prinzip handeln k\u00f6nnte, f\u00e4llige Verbindlichkeiten erstmal nicht freiwillig zu bezahlen, sondern zu versuchen nachzuverhandeln. Das ist w\u00e4hrend unserer Zusammenarbeit \u00f6fter vorgekommen. Selbst die Auslagen unserer Tochter f\u00fcr die von ihnen den j\u00fcngeren Teamkollegen versprochenen Boni f\u00fcr 2023 und f\u00fcr einen Aktienkauf der SGT Beteiligungsberatung wurden ihr bislang nicht zur\u00fcckgezahlt \u2013 das ist schon sehr sch\u00e4big. Die nach diesem Schema zuletzt eigens zur Vermeidung ihrer Zahlungspflicht pl\u00f6tzlich aus dem Hut gezauberten Gegenforderungen gegen unsere Tochtergesellschaft sind nach unserer Ansicht rechtlich v\u00f6llig haltlos. Zudem d\u00fcrfen diese, anders als beabsichtigt, nach unserer eindeutigen Rechtsauffassung nicht von ihnen aufgerechnet werden. Sie laufen also ins Leere.<\/p>\n<p><strong>Wie kamen die Forderungen gegen die ehemalige Gro\u00dfaktion\u00e4rin usw. \u00fcberhaupt zustande?<\/strong><\/p>\n<p>Sie wurden von denjenigen SGT-Partnern verursacht, die damals gleichzeitig Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer unserer Tochtergesellschaft in Singapur waren. Letztere hat der SGT Capital LLC mit der Zustimmung der Muttergesellschaft ein mit 9 Prozent p.a. verzinsliches Darlehen von 6,4 Mio. Euro gew\u00e4hrt und auf meine Veranlassung an Auszahlungsanspr\u00fcchen aus Utimaco-Fondsanteilen werthaltig besichert. Davon sind derzeit noch 3,7 Mio. Euro einschlie\u00dflich Zinsen offen. Allerdings hat die Tochtergesellschaft, vertreten durch Marcel Normann, kurz vor der Trennung im Februar 2024 hinter meinem R\u00fccken eine sp\u00fcrbare Verschlechterung der Sicherheit mit der LLC vereinbart. Unsere Anw\u00e4lte sind \u00fcberzeugt, dass diese nachteilige Nachtragsvereinbarung unwirksam ist. Die Tochtergesellschaft hat au\u00dferdem auf Veranlassung ihrer damaligen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer unter Marianne Rajic als CEO einige Rechnungen anderer Gesellschaften bis hin zu Schiedsgerichtsgeb\u00fchren einer SGT ELT BidCo GmbH bezahlt und der SGT Beteiligungsberatung zudem zinslos und unbesichert 200.000 Euro ausgeliehen. Nicht zuletzt hat sie f\u00fcr den SGT Capital Fund II Auslagen von 1,1 Mio. Euro und f\u00fcr andere SGT-Gesellschaften von 300.000 Euro get\u00e4tigt, obwohl sie selbst nicht in der Lage war, ihre Schulden bei der Muttergesellschaft voll zu bedienen.<\/p>\n<p><strong>Eine ziemlich verworrene Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p>Genau so ist es. Inwieweit das alles im Interesse der Tochtergesellschaft gelegen haben soll, wurde uns bis dato auch auf R\u00fcckfrage nicht erkl\u00e4rt. Sollten etwaige, tats\u00e4chlich entstandene Sch\u00e4den nicht von den jeweiligen Beg\u00fcnstigten ersetzt werden, stehen uns eventuell Schadenersatzanspr\u00fcche gegen die damaligen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer zu. In der fraglichen Zeit hatte die Tochtergesellschaft das Reporting an die von mir geleitete Muttergesellschaft verweigert. Die SGT hat nach der Trennung sogar beim Anbieter versucht, unserer Tochter den Zugang zu ihrer eigenen Buchhaltungssoftware zu verwehren.<\/p>\n<p><strong>In Ihrer Pressemitteilung erw\u00e4hnten Sie auch etwaige Differenzhaftungsanspr\u00fcche in Millionenh\u00f6he gegen die SGT.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist richtig, diese pr\u00fcfen wir gerade. Es sprechen gute Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass solche oder sonstige Schadenersatzanspr\u00fcche aus der Sachkapitalerh\u00f6hung in 2020\/21 und dem Einbringungsvertrag bestehen k\u00f6nnten und in diesem Fall hohen wirtschaftlichen Wert h\u00e4tten. Zu welchem Teil die Gegenseite solche Anspr\u00fcche zu bedienen wirtschaftlich in der Lage w\u00e4re, entzieht sich unserer Kenntnis.<\/p>\n<p><strong>Wie geht es denn jetzt weiter, und wo steht die The Payments Group Holding aktuell?<\/strong><\/p>\n<p>Ungeachtet der genannten Nebenkriegsschaupl\u00e4tze konzentrieren wir uns auf die bevorstehende transformatorische Akquisition der The Payments Group, einer Gruppe aus vier kooperierenden, spezialisierten Fintech- und Paytech-Unternehmen. Diese im August 2024 vereinbarte, noch schwebende transformatorische Akquisition verleiht uns ganz neue Wachstums- und Ertragsperspektiven. Bis es so weit ist, sparen wir Kosten, und sowohl der Aufsichtsrat als auch die mittelbar mir geh\u00f6rende Komplement\u00e4rin verzichten seit der Trennung von SGT im Februar 2024 auf einen wesentlichen Teil ihrer vereinbarten Verg\u00fctungen.<\/p>\n<p><strong>Das w\u00e4re dann das dritte Leben der Gesellschaft, nach German Startups Group und SGT German Private Equity!<\/strong><\/p>\n<p>Ja, so ist es. Beide Vorleben waren zeitweise recht erfolgreich, aber eben leider nicht nachhaltig. Wir stecken den Kopf also nicht in den Sand, sondern versuchen nach Kr\u00e4ften, unseren Aktion\u00e4ren, die teilweise schon seit unserem B\u00f6rsengang 2015 zu einem Einstandskurs von 2,50 Euro investiert sind, endlich einen Kursgewinn, weitere Dividendenzahlungen und Aktienr\u00fcckkaufangebote zu verschaffen. Apropos: In den Jahren 2020 bis 2023 haben wir bereits mehr als ein Drittel des seit Gr\u00fcndung 2012 eingeworbenen Kapitals wieder an unsere Aktion\u00e4re ausgezahlt.<\/p>\n<p><strong>Wie soll das Comeback gelingen?<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Unterzeichnung der Vertr\u00e4ge zum Erwerb von jeweils 75 Prozent an vier weltweit operativ t\u00e4tigen, miteinander eng kooperierenden PayTech-Zahlungsdienstleistern unter dem Namen The Payments Group (TPG) vollziehen wir eine strategische Kehrwende. Wir entwickeln uns von einer Beteiligungs- zu einer operativen Gesellschaft. Damit kn\u00fcpfen wir an meine unternehmerischen Erfolge mit der b\u00f6rsennotierten Frogster Interactive Pictures und davor mit einem \u00e4hnlichen Unternehmen an. Beide Unternehmen waren unter meiner F\u00fchrung an der B\u00f6rse sehr erfolgreich. Mit der Akquisition der TPG sind wir nach \u00dcberwindung von ein paar Hindernissen zuletzt z\u00fcgig vorangekommen, m\u00fcssen aber noch ein paar Hausaufgaben machen, damit die Transaktion abgeschlossen werden kann. Unter anderem m\u00fcssen beide Parteien noch die ausgehandelte und mit Pressemitteilung vom angek\u00fcndigte Nachjustierung des Kaufvertrags unterzeichnen und das zur Finanzierung der Transaktion ben\u00f6tigte Kapital gemeinsam einwerben.<\/p>\n<p><strong>Welches Gesch\u00e4ft betreiben die vier TPG-Gesellschaften konkret?<\/strong><\/p>\n<p>TPG bietet ein breit gef\u00e4chertes Leistungsspektrum rund um digitale Bargeld- und Kartenzahlungen \u2013 von ma\u00dfgeschneiderten Zahlungsprodukten samt sogenannten E-Wallets \u00fcber Prepaid-Gutscheine bis hin zu L\u00f6sungen f\u00fcr Bargeld-zu-digital-Transaktionen. Unternehmen profitieren von den L\u00f6sungen, da sie unterschiedlichste Zahlungsbed\u00fcrfnisse ihrer Kundinnen und Kunden abdecken und ein nahtloses Zahlungserlebnis ohne Unterbrechungen im Kaufprozess erm\u00f6glichen k\u00f6nnen. TPG setzt auf eine sehr schnelle Entwicklung neuer Produkte und operative Expertise. Die TPG-Gesellschaft Calida Financial Ltd. hat im August 2024 eine E-Geld-Lizenz von der maltesischen Finanzaufsicht (MFSA) erhalten. Diese Lizenz erlaubt es der Calida, k\u00fcnftig innovative E-Geld-Dienstleistungen und -Produkte in ganz Europa anzubieten.<\/p>\n<p><strong>Wer sind die Peers der The Payments Group?<\/strong><\/p>\n<p>Sie positioniert sich am Markt mit einem ganzheitlichen Ansatz, der B2B- und B2C-Zahlungsl\u00f6sungen vereint und auf sogenannte Embedded Finance ausgerichtet ist. Das unterscheidet sie von vielen klassischen Payment-Anbietern. Inspiration zieht sie aus Unternehmen wie Adyen, Checkout.com oder Stripe \u2013 nicht, weil sie eins zu eins vergleichbar w\u00e4ren, sondern weil auch sie mit einem neuen, innovativen Ansatz gestartet sind und sich gegen etablierte Player durchgesetzt haben. Diese Unternehmen haben bewiesen, dass der Markt immer wieder Raum f\u00fcr neue, wegweisende L\u00f6sungen bietet. Genauso die TPG \u2013 sie gestaltet Online-Payments anders als viele heute \u2013 mit einer Philosophie, die darauf abzielt, Finanzl\u00f6sungen nahtlos in digitale \u00d6kosysteme zu integrieren.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie uns ein paar Rahmendaten der TPG verraten?<\/strong><\/p>\n<p>Das abgewickelte Zahlungsvolumen der bereits profitablen TPG soll dieses Jahr um gut 40 Prozent auf knapp 140 Mio. Euro steigen und im Jahr 2026 noch st\u00e4rker wachsen. Daraus leiten sich konsolidierte Umsatzerwartungen f\u00fcr 2025 und 2026 von knapp 10 bzw. 13 Mio. Euro ab. F\u00fcr 2026 wird eine EBITDA-Marge von mehr als 20 Prozent angestrebt, mittelfristig auf \u00fcber 30 Prozent steigend. Auch f\u00fcr die Jahre \u00fcber 2027 hinaus besteht die Aussicht auf hohe zweistellige Wachstumsraten.<\/p>\n<p><strong>Was sind die Wachstumstreiber und n\u00e4chsten Milestones?<\/strong><\/p>\n<p>Qualitativ ist es die vor wenigen Monaten erlangte E-Geld-Lizenz, die es der TPG k\u00fcnftig erlaubt, ihren Kunden, also den angeschlossenen Online-H\u00e4ndlern, viele zus\u00e4tzliche Dienstleistungen anzubieten, und die generelle Diversifizierung und Erweiterung der schon heute angebotenen Zahlungsdienstleistungen. Die TPG betreibt ihre eigene Payment-Plattform, ist also weitgehend unabh\u00e4ngig von Dritten, und nutzt dies auch, um am Markt mit neuester Technologie, Zuverl\u00e4ssigkeit und Sicherheit zu punkten. Quantitativ ist es die Zahl der angeschlossenen Online-H\u00e4ndler und -Dienstleister. Die TPG profitiert bei der Vermarktung ihrer Prepaid-Programme \u00fcbrigens von einem effizienten, Marketingkosten sparenden White-Label-Ansatz.<\/p>\n<p><strong>Der da w\u00e4re?<\/strong><\/p>\n<p>Die ausgegebenen Gutscheine sind direkt an eine spezifische Marke oder einen gro\u00dfen Online-H\u00e4ndler gekoppelt, der sie als Zahlungsmittel anbietet und selbst aktiv bewirbt. Dadurch entf\u00e4llt f\u00fcr die TPG die Notwendigkeit, eigene Werbebudgets bereitzustellen, einen eigenen Markenaufbau zu betreiben oder in die Endkundenakquise zu investieren. Die H\u00e4ndler \u00fcbernehmen die Marktplatzierung und Promotion der Gutscheine, sodass die Kunden direkt \u00fcber diese zum Produkt gelangen. Die wesentlichen organischen Wachstumstreiber sind also die E-Geld-Lizenz und die Gewinnung weiterer Online-H\u00e4ndler, auch durch Roll-out in weitere Verticals und L\u00e4nder. Bis dato ist die TPG in 21 L\u00e4ndern aktiv. Der n\u00e4chste gr\u00f6\u00dfere Meilenstein ist die Erreichung von 500 Mio. Euro Zahlungsvolumen. Das TPG-Team ist hochmotiviert, das binnen drei Jahren zu schaffen. Daneben gibt es im Payment-Space der TPG viele attraktive Akquisitionsziele, f\u00fcr deren Erwerb wir unsere Aktie als W\u00e4hrung einsetzen wollen.<\/p>\n<p><strong>Wie sieht der Deal zur TPG-Akquisition genau aus?<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWir erwerben den 75-Prozent-Anteil an der TPG zu einem Teil in Geld und den \u00fcberwiegenden restlichen Teil gegen die \u00dcbertragung von eigenen Aktien. Der Betrag und die Aktienmenge leiten sich nach dem ausgehandelten, aber noch nicht fest vereinbarten Sachstand davon ab, welche Unternehmensbewertung wir bei der vorgesehenen, vorgelagerten Platzierung eigener Aktien bei auf Paytech-Unternehmen spezialisierten Private Equity-Investoren erzielen k\u00f6nnen. Einfach ausgedr\u00fcckt bezahlen wir die gleiche Bewertung, die dritte Investoren f\u00fcr die k\u00fcnftige PGH-Gruppe und damit implizit f\u00fcr die TPG zu zahlen bereit sind, indem wir von der Gesamtbewertung des kombinierten Unternehmens 80 Prozent des Nettoverm\u00f6genswerts der Holding abziehen, den wir derzeit grob auf etwa 20 Mio. oder gut 2 Euro pro Aktie sch\u00e4tzen. So ist sichergestellt, dass wir f\u00fcr die TPG nur den fairen Wert und auf keinen Fall zu viel bezahlen.<\/p>\n<p><strong>Was hei\u00dft das f\u00fcr die k\u00fcnftige Aktienzahl?<\/strong><\/p>\n<p>Wir gehen aktuell und vorl\u00e4ufig davon aus, dass wir etwa zwischen 5 und 9 Mio. Euro in Geld und zwischen 13 und 25 Millionen eigene Aktien aufwenden m\u00fcssen. Wir h\u00e4tten somit nach dem Closing etwa 23 bis 35 Millionen ausstehende Aktien. Wir gehen au\u00dferdem davon aus, dass die erw\u00e4hnten Private Equity-Investoren f\u00fcr ihre Aktien klare Exit-Optionen nach vier bis f\u00fcnf Jahren erwarten, wir uns also f\u00fcr den Fall, dass unsere Aktie auch dann noch immer nicht liquide gehandelt werden sollte, beispielsweise zur Durchf\u00fchrung eines M&amp;A-Prozesses zum Zweck der Ver\u00e4u\u00dferung einer Aktienmehrheit an einen PayTech-PE-Investor verabreden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Wird es danach noch weitere Leben Ihres Unternehmens geben?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, ist jedenfalls nicht geplant (lacht). Aber es kann auch nicht das Bestreben einer Gesch\u00e4ftsleitung sein, auf Gedeih und Verderb mit einer einmal gew\u00e4hlten Ausrichtung Recht behalten zu wollen. Vielmehr liegt es im Interesse der Aktion\u00e4re, Fehlentwicklungen z\u00fcgig entgegenzutreten, wie wir es beim PE-Gesch\u00e4ft getan haben, und sich opportunistisch und beweglich zu verhalten, selbst wenn man sich daf\u00fcr Spott gefallen lassen muss.<\/p>\n<p><strong>&#8230; das war wohl so, als Sie sich zwischenzeitlich Artificial Intelligence ins Auge gefasst hatten.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, das hatten wir uns nach der Einstellung des PE-Gesch\u00e4fts Anfang 2024 auf die Fahnen geschrieben, bevor dann die TPG-Opportunit\u00e4t im Fr\u00fchsommer unseren Weg kreuzte, weil wir von der nie dagewesenen Disruptionskraft von AI \u00fcberzeugt sind. Die AI-Leads haben wir \u00fcbrigens parallel weiterverfolgt. Wir wollen diese auch nicht aufgeben, sondern mit darauf spezialisierten Partnern zeitnah ein konkretes, opportunistisches Projekt aufsetzen. Dieses Projekt basiert auf dem wegweisenden Open-Source-Modell von DeepSeek und umfasst die Entwicklung mehrerer verwandter AI-Apps. Bei geringem Kapitalbedarf bietet es erhebliche Wertsteigerungspotenziale. Zudem d\u00fcrfte Artificial Intelligence auch die Wertsch\u00f6pfung der TPG befruchten. Das Chance-Risiko-Profil erscheint uns jedenfalls hochattraktiv. Aber unser prim\u00e4rer Fokus ist PayTech als Basis f\u00fcr profitables Wachstum. Wir sind sehr zuversichtlich und gespannt, was die Zukunft uns bringt.<\/p>\n<p><strong>Der Aktienkurs scheint diese Aussichten aber noch nicht zu reflektieren?<\/strong><\/p>\n<p>Das sehen wir auch so, die Situation ist auch zugegebenerma\u00dfen komplex. Die Aktie notiert nach unserer \u00dcberzeugung sogar deutlich unter ihrem Substanzwert. Meine Familie und ich sind weiterhin einer der drei gr\u00f6\u00dften Aktion\u00e4re unseres Unternehmens und haben kurz vor Ende 2024 weiter zugekauft. Die Schl\u00fcsselpersonen der TPG werden durch die Transaktion ebenfalls zu Gro\u00dfaktion\u00e4ren von uns. Alle Manager haben also viel \u201eskin in the game\u201c.<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch, Herr Gerlinger!<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u00dcber The Payments Group Holding<br \/>\n<\/strong>Die The Payments Group Holding (PGH) ist eine 2012 gegr\u00fcndete und im August 2024 umfirmierte Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Im August 2024 hat die PGH einen Kaufvertrag \u00fcber den Erwerb von vier PayTech-Unternehmen unterzeichnet, dessen Closing unter aufschiebenden Bedingungen steht, deren Eintritt in den n\u00e4chsten Monaten erwartet wird. Nach Vollzug der Transaktion wird die PGH eine Gruppe aus vier operativen PayTech-Unternehmen bilden:<\/p>\n<p>Funanga AG, Campamocha Ltd. mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften TBWS Ltd. und Calida Financial Ltd. sowie Surfer Rosa Ltd. bilden eine wachstumsstarke, vertikal integrierte eMoney-PayTech-Unternehmensgruppe \u2013 The Payments Group (TPG). TPG bietet eigene geschlossene und offene (Marken- und White-Label-)Prepaid-Zahlungsdienste f\u00fcr Hunderte von Online-H\u00e4ndlern weltweit an. Die Synergie zwischen diesen Unternehmen positioniert die TPG als k\u00fcnftigen Marktf\u00fchrer in den Bereichen Embedded Financial Products und Prepaidl\u00f6sungen. Die Calida Financial Ltd. ist das regulierte Unternehmen innerhalb der TPG, nachdem sie im August 2024 eine E-Geld-Lizenz von der maltesischen Finanzaufsicht (MFSA) erhalten hat. Diese Lizenz erlaubt es Calida Financial Ltd. innovative E-Geld-Dienstleistungen und -Produkte in ganz Europa anzubieten.<\/p>\n<p>TPG besch\u00e4ftigt \u00fcber 50 Mitarbeiter und ist global t\u00e4tig. Kunden von TPG nutzen die mehr als 550.000 POS-Bargeldzahlstellen sowie das globale Online-Prepaid-Kartennetzwerk zur Abwicklung von Bargeld- und bargeldlosen Online-Zahlungen.<\/p>\n<p>Des Weiteren h\u00e4lt die PGH aus ihrer Historie als ein f\u00fchrender deutscher Venture Capital-Anbieter unter der Marke German Startups Group ein Heritage VC-Portfolio an Minderheitsbeteiligungen an teils aussichtsreichen deutschen Startups \u00fcber ihre 100%ige Tochtergesellschaft German Startups Group VC GmbH.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Investor Relations Kontakt<br \/>\n<\/strong> <strong>Rosenberg Strategic Communications<br \/>\n<\/strong> Dirk Schmitt<br \/>\nd.schmitt@rosenbergsc.com<br \/>\n+49 170 302 8833<\/p>\n<p><u><a href=\"https:\/\/tpgholding.com\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/250306-DEU-Interview-boersengefluester.de_.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" rel=\"noopener\">Click here for PDF version<\/a><\/u><\/p>\n<p>More information at <a href=\"https:\/\/tpgholding.com\">https:\/\/tpgholding.com<\/a>\u00a0and <a href=\"https:\/\/payments-group.com\/startseite-de\/\">https:\/\/www.payments-group.com\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Interview mit Christoph Gerlinger, The Payments Group Holding, seitens Gereon Kruse, boersengefluester.de, vom 6.03.25 &nbsp; [Link zum originalen Artikel] The Payments Group Holding: \u201eWir vollziehen eine strategische Kehrtwende\u201c \u201eEs liegt im Interesse der Aktion\u00e4re, Fehlentwicklungen z\u00fcgig entgegenzutreten und sich opportunistisch und beweglich zu verhalten\u201c, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Christoph Gerlinger im ausf\u00fchrlichen Interview. Er ist zuversichtlich, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"page-full-image.php","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18154"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18154"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18154\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18170,"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18154\/revisions\/18170"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}