{"id":843,"date":"2014-03-27T17:31:29","date_gmt":"2014-03-27T15:31:29","guid":{"rendered":"http:\/\/german-startups.com\/?p=843"},"modified":"2015-01-15T19:45:12","modified_gmt":"2015-01-15T17:45:12","slug":"blogeintrag-mit-titel-und-text-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/blogeintrag-mit-titel-und-text-4\/","title":{"rendered":"Deutschen Startups fehlt Mut und Kapital"},"content":{"rendered":"<p>Wie die <a href=\"https:\/\/tpgholding.com\">German Startups Group<\/a> <a href=\"https:\/\/tpgholding.com\/index.php\/berlin-im-mittelpunkt-der-investitionen-in-startups\/\">bereits im Februar<\/a> berichtete, stehen Berliner Startups \u201eMade in Germany\u201c, wie beispielsweise Delivery Hero oder Mister Spex, hoch im Kurs von VC-Investoren. Doch die meisten Jungunternehmen scheuen den Schritt an die B\u00f6rse. <!--more--><\/p>\n<h2>Die deutsche Startup-Szene ziert sich &#8211; meint auch GSG CEO Christoph Gerlinger<\/h2>\n<p>Solch ein Gang an die B\u00f6rse verschafft einem Jungunternehmen selbst nicht nur frisches Kapital, sondern kann auch als Signal sowohl f\u00fcr das Startup-\u00d6kosystem als auch f\u00fcr die erfolgreiche Realisierung einer Gesch\u00e4ftsidee dienen. In Deutschland fanden im Laufe des vergangenen Jahres 2013 weniger als zehn Unternehmen den Weg aufs Parkett, darunter kein einziges ehemaliges Startup. Zum Vergleich: in den USA waren es mehr als 200 &#8211; Tendenz f\u00fcr 2014 steigend.<\/p>\n<p>Wie Christoph Gerlinger, CEO der German Startups Group, j\u00fcngst in einem <a href=\"http:\/\/www.gruenderszene.de\/allgemein\/tech-boerse-gerlinger\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Interview mit dem Online-Magazin Gr\u00fcnderszene<\/a> zu verstehen gab, eigneten sich in seinen Augen derzeit mindestens 100 deutsche Jungunternehmen aufgrund ihrer Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und ihres Wachstums f\u00fcr einen B\u00f6rsengang. Deutsche Vorzeige-Startups wie zum Beispiel Wooga, Delivery Hero, SoundCloud oder ResearchGate k\u00e4men so als B\u00f6rsenkandidat in Frage.<\/p>\n<p>Antworten auf die Frage nach Gr\u00fcnden f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung bei B\u00f6rseng\u00e4ngen sind unterschiedlich. Erh\u00f6hte Reporting- und Transparenzanforderungen werden oft als b\u00fcrokratische H\u00fcrden genannt. Daf\u00fcr spr\u00e4chen allerdings Argumente wie st\u00e4ndiger Zugang zu Kapital, das Behalten der Kontrolle aufgrund der atomisierten Aktion\u00e4rsstruktur wie im Streubesitz, eine erh\u00f6hte \u00f6ffentliche Wahrnehmung oder die M\u00f6glichkeit, werthaltige Aktienoptionen an talentierte Mitarbeiter auszugeben und diese damit an das Unternehmen zu binden, so Christoph Gerlinger weiter. Es ergeben sich jedoch nicht nur Vorteile f\u00fcr die Startups selber, sondern auch f\u00fcr deren Alt- und potenzielle Neuinvestoren. Erstere k\u00f6nnen ihre b\u00f6rsennotierten Aktien so jederzeit verkaufen, letzteren wird ein Zugang zur Anlage in Startups gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Deutschland hat, wie die USA (NASDAQ) und UK (High Growth Segment), ein <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/GerTechExchange\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Hochtechnologie-B\u00f6rsensegment<\/a> verdient. Eine Hochtechnologieb\u00f6rse nach den genannten Vorbildern, wie sie derzeit in Deutschland geplant und von Bef\u00fcrwortern wie <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/boerse\/neuer-markt-philip-roesler-und-florian-noell-werben-fuer-wiederbelebung-a-917348.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Philipp R\u00f6sler<\/a>, Stephan Schambach und Christoph Gerlinger gefordert wird, w\u00fcrde den emittierenden Wachstumsunternehmen ein Qualit\u00e4tssiegel verleihen und ihnen Aufmerksamkeit von Presse und Anlegern bringen. So erzielen sie laut Christoph Gerlinger h\u00f6here Bewertungen, also bessere Finanzierungsbedingungen. Ein solcher attraktiver zweiter Exitkanal neben dem Trade Sale an strategische oder Finanzinvestoren k\u00f6nnte die Finanzierungsbedingungen des ganzen Startup-\u00d6kosystems verbessern und damit in Deutschland Innovation, Wachstum, Arbeitspl\u00e4tze, individuelles Verm\u00f6gen f\u00fcr Gr\u00fcnder und Venture Capitalists (das \u00fcberwiegend zur\u00fcck fliesst ins System), Steuereinnahmen und allgemeinen Wohlstand schaffen. Eine w\u00fcnschenswerte Entwicklung f\u00fcr die \u201eSilicon Allee\u201c genannte Berliner Startup-Szene und den Standort Deutschland insgesamt.<\/p>\n<h3>Deutsche Startups finden in Zulily, Tableau Software und GrubHub ihre Vorbilder<\/h3>\n<p>Der Gang an die B\u00f6rse geh\u00f6rt in der amerikanischen Unternehmerwelt zur Regel und steht auf der typischen Agenda eines Entrepreneurs. Deutsche Jungunternehmen mit vergleichbaren Produkten und Gesch\u00e4ftsideen finden nicht selten US-amerikanische Startups mit Vorbildcharakter.<\/p>\n<p>Im November 2013 fand der US-amerikanische Kindermoden-Retailer Zulily den Weg an die NASDAQ und <a href=\"http:\/\/venturebeat.com\/2013\/12\/26\/tech-ipos-in-2013-enterprise-rules-and-a-watershed-e-commerce-moment\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" class=\"broken_link\">sammelte dabei Kapital im dreistelligen Millionenbereich<\/a> ein. F\u00fcr deutsche Startups, die sich ebenfalls der Zielgruppe \u201eKleinkinder\u201c verschrieben haben, wie zum Beispiel kirondo.de oder Meine Spielzeugkiste, k\u00f6nnte dies ein Vorbild sein.<\/p>\n<p>In die Liste erfolgreicher B\u00f6rseng\u00e4nge in den USA des letzten Jahres kann auch der US-amerikanische Spezialist f\u00fcr Datenvisualisierung, Tableau Software, aufgenommen werden, der <a href=\"http:\/\/venturebeat.com\/2013\/05\/17\/tableau-ipo\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" class=\"broken_link\">Kapital in vergleichbarer Gr\u00f6\u00dfenordnung<\/a> einwerben konnte. F\u00fcr den deutschen Anbieter f\u00fcr entsprechende Business-Intelligence-Software as a Service (SaaS), Datapine, k\u00f6nnte das eine Benchmark sein, an der es sich zu orientieren gilt.<\/p>\n<p>Zuletzt sind in den USA der <a href=\"http:\/\/venturebeat.com\/2014\/03\/24\/grubhub-sets-148m-ipo-prices-shares-between-20-22\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" class=\"broken_link\">US-amerikanische Online Essen-Lieferservice GrubHub<\/a> und in England sein <a href=\"http:\/\/venturebeat.com\/2014\/04\/05\/just-eat-a-global-grubhub-ipos-at-2-45b\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" class=\"broken_link\">britisches Pendant JustEat<\/a> an die B\u00f6rse gegangen. Ersteres sammelte ca. 148 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von ca. 1,72 Milliarden US-Dollar und letzteres knapp 170 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von \u00fcber vier Milliarden US-Dollar ein. Dies is ein gutes Omen f\u00fcr den angek\u00fcndigten <a href=\"http:\/\/www.gruenderszene.de\/allgemein\/grubhub-just-eat-boerse\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">B\u00f6rsengang des deutschen Pendants Delivery Hero<\/a>, das sich mit einem Umsatz im dreistelligen Millionenbereich alles andere als verstecken braucht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Aufsehen sorgen derzeit Pl\u00e4ne des chinesischen Amazon-Pendants Alibaba, der demn\u00e4chst den Sprung auf das US-amerikanische Parkett wagen will. Dies d\u00fcrfte bei einem <a href=\"http:\/\/techcrunch.com\/2014\/03\/25\/alibaba-tmall-yipitdata\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">gesch\u00e4tzten Firmenwert zwischen 150 und 250 Milliarden Dollar<\/a> der gr\u00f6\u00dfte B\u00f6rsengang in der Geschichte der Technologiebranche werden und damit den IPO von Facebook \u00fcbertreffen.<\/p>\n<h3>Die German Startups Group r\u00e4t zu mehr B\u00f6rseng\u00e4ngen<\/h3>\n<p>Es gibt keinen f\u00fcr uns ersichtlichen Grund, warum eine Hochtechnologieb\u00f6rse in Deutschland nicht funktionieren oder deutsche Startups die B\u00f6rse scheuen sollten. Christoph Gerlinger hat selbst zwei Unternehmen an die B\u00f6rse gebracht und r\u00e4t den Gr\u00fcndern, diese Alternative in Betracht zu ziehen und viel \u00f6fter auch zu wagen. Es wird in K\u00fcrze ein paar Eisbrecher geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die German Startups Group bereits im Februar berichtete, stehen Berliner Startups \u201eMade in Germany\u201c, wie beispielsweise Delivery Hero oder Mister Spex, hoch im Kurs von VC-Investoren. 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