Vorwort Zwischenbericht 2025

VORWORT DES MANAGEMENTS


Christoph Gerlinger | Gründer und CEO

Liebe Aktionäre,
Liebe Freunde der The Payments Group Holding,

wir legen Ihnen heute unseren Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2025 vor.

Ereignisse seit Jahresbeginn 2025

Im August 2024 haben wir eine 72,9%ige Mehrheitsbeteiligung an der Funanga AG, Berlin, und 75%ige Mehrheitsbeteiligungen an der Campamocha Ltd., Malta, mit ihren hundertprozentigen Tochterunternehmen Calida Financial Ltd., Malta, und TWBS Ltd., Malta, und der Surfer Rosa Ltd., Isle of Man sowie Kaufoptionen für die restlichen je 25% der Anteile erworben – seit Herbst 2024 gemeinsam unter der Marke The Payments Group (TPG) operierend. Ein Anteil von 2,1% an der Funanga gehört uns schon seit 2014. Die Akquisition steht noch immer unter verschiedenen aufschiebenden Bedingungen.

Durch die Akquisition entsteht eine in Deutschland beheimatete, börsennotierte PayTech-Gruppe, die gut 50 Mitarbeiter beschäftigt und über mehr als 550.000 technisch angebundene physische Verkaufsstellen in über 20 Länder verfügt, darunter Kioske, Einzelhändler und Tankstellen. Die übernommenen Gesellschaften sind profitabel und Cashflow-positiv. Das jährliche Umsatzwachstum soll in den Jahren 2026 bis 2028e voraussichtlich 40% p.a. betragen. Das Closing hängt vom Eintritt verschiedener aufschiebender Bedingungen ab, insbesondere der Zustimmung der Finanzaufsicht von Malta (MFSA) zum Eigentümerwechsel der TPG-Gruppe, der Vorlage eines pro-forma konsolidierten Jahresabschlusses seitens der TPG-Gruppe für 2024 und der Platzierung von PGH-Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts im Volumen von 10 Mio. EUR bei interessierten, auf den Online-Payment-Sektor spezialisierten Investoren. Die Zustimmung der MFSA wurde in ihrer Sitzung vom 18. Juli 2025 beschlossen und uns am 26. September 2025 schriftlich bestätigt. Mit dem Eintritt der zweiten und der letztgenannten Bedingung rechnet die Gesellschaft binnen der nächsten Monate.

Im September 2024 konnten wir verkünden, dass unsere neu akquirierte Tochtergesellschaft Calida Financial Ltd. von der maltesischen Finanzaufsicht MFSA eine E-Geld-Lizenz erhalten hat. Diese Lizenz berechtigt die Calida Financial Ltd., innovative E-Geld-Dienstleistungen und -Produkte europaweit anzubieten. Die Lizenz wurde in 2025 im Rahmen des dafür vorgesehenen Passportierungsprozesses in allen EU-Mitgliedsstaaten aktiviert.

Im März 2025 ist es uns gelungen, eine Nachtragsvereinbarung zum Kaufvertrag abzuschließen. Für die 72,9 bzw. 75%igen Anteile an der TPG ist von uns nicht mehr eine fixe Gegenleistung von 68,1 Mio. EUR zu erbringen, sondern eine variable Gegenleistung abhängig von der Bewertung seitens der von der uns zur Finanzierung der Bartranche der Transaktion zu werbenden Erwerber eigener PGH-Aktien. Die Kaufoption für die verbleibenden 25% an den Zielgesellschaften läuft nun bis 31. Januar 2027 und der Ausübungspreis beläuft sich nunmehr auf das Äquivalent der gleichen Unternehmensbewertung der TPG wie beim Erwerb der 72,9 bzw. 75% Anteile.

Zuletzt haben beide Seiten intensiv an der gemeinsamen strategischen Ausrichtung gearbeitet und die Grundlagen für bereits angebahnte, konkrete Gespräche mit interessierten, finanzstarken Kapitalgebern zur Finanzierung der Barkomponente der Akquisition gelegt. Die Gespräche werden diese Woche aufgenommen. TPG, ihre Gesellschafter und die PGH streben ein rasches Closing an. Die übrige Kompensation der Akquisition erfolgt durch eine Übertragung von eigenen PGH-Aktien. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass die PGH dafür zwischen 19 und 23 Mio. Stück wird aufwenden müssen. Die PGH wird nach ihrem Substanzwert bei Closing einschließlich nicht bilanzierter Werte von aktuell geschätzt knapp 20 Mio. EUR bewertet und davon werden 80% also rund 1,40 EUR pro Aktie angesetzt.

Daneben haben wir auch unsere Aktivitäten auf dem Feld der Artificial Intelligence fortgeführt. Gemeinsam mit einem hochkarätigen Gründerteam um Dr. Denise Vandeweijer, Wirtschaftsinformatikerin, Gründerin von Verdas Ventures und ehemalige Head of AI bei BMW in der Rolle einer Geschäftsführerin, Dr. Allison Fisher, ebenfalls Gründerin von Verdas Ventures und eine erfahrene Führungskraft im AI-Bereich sowie Kristian Klemon, AI-Software Engineer der ersten Stunde und Entwickler einer Vielzahl erfolgreicher industriebezogener AI-Applikation in der Rolle des CTO, haben wir in 2025 einen AI-Company-Builder unter der Firma Softmax AI ins Leben gerufen, der auf Open-Source-Modelle wie DeepSeek setzt und in kurzer Folge komplementäre AI-Apps entwickeln wird. Die PGH hält eine Sperrminorität von 25% plus einen Anteil an der Softmax AI GmbH. Mit der Cognicare AI GmbH haben wir bereits ein erstes Projekt erfolgreich ausgegründet. Als Geschäftsführer konnten wir Philipp Buchta, langjähriger Geschäftsführer mehrerer AWO-Pflegeeinrichtungen, gewinnen. Die Cognicare AI GmbH positioniert sich als Anbieter praxisnaher Assistenzsysteme im Pflegebereich und arbeitet am Aufbau eines digitalen Ökosystems für Pflegeeinrichtungen. Bereits heute ist ein kamerabasiertes System mit Personenerkennung in Serie verfügbar, das Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen je nach kognitiver Leistung vor einem Verlassen bestimmter Bereiche der Pflegeeinrichtung schützt, indem es die zuständigen Pflegekräfte bzw. die Einrichtung unmittelbar informiert. Die Softmax AI GmbH hält 70% an der Cognicare GmbH. Neben Cognicare AI befinden sich mit Inspectos, einem Computer-Vision-Tool zur Begutachtung und Dokumentation von Bauteilen, Jobklar, einem Online-AI-Bewerbungstrainer, sowie weiteren Projekten mehrere vielversprechende Ausgründungen in Vorbereitung.

Unsere Finanzzahlen

Insgesamt hat unsere Gesellschaft im ersten Halbjahr 2025 einen Verlust in Höhe von 739 TEUR oder 8 Cent pro Aktie erlitten.

 Unter dem Strich haben wir die Gesellschaft nach unserer Überzeugung binnen kurzer Zeit nach Einstellung des PE Asset Management Geschäfts per Februar 2024 wieder in eine gute wirtschaftliche Verfassung und sehr aussichtsreiche Position gebracht. Leider bestehen jedoch Rechtsauseinandersetzungen mit der SGT Capital-Gruppe, insbesondere im Hinblick auf die konsequente Durchsetzung unserer Forderungen von insgesamt 6,0 Mio. EUR bzw. 7,8 Mio. EUR gegen die SGT Capital-Gruppe. Wir sind überzeugt, dass unsere Ansprüche durchsetzbar und werthaltig sind und dass deren Durchsetzung unsere Perspektiven im Online Payment- und Artificial Intelligence-Bereich nicht schmälert.

 

Frankfurt am Main, 28. Oktober 2025

Christoph Gerlinger                                                                     

MD | Geschäftsführer

The Payments Group Holding GmbH

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